Unterricht - das solltet ihr unbedingt beachten!

Unterricht Definition - Was genau steckt dahinter?

Im Allgemeinen versteht man unter dem Wort “Unterricht” einen Vorgang zur Aneignung von Fertigkeiten und Wissen. Dazu gehört auch das Selbststudium durch das Lesen von Büchern. Normalerweise haben wir bei der Unterricht Definition aber das Bild vom Wissenvermitteln zwischen Lehrenden und Lernenden im Kopf. 

Im 19. Jahrhundert wurde die Pädagogik und die Didaktik, die es so noch in der heutigen Zeit gibt, begründet. Im modernen Sinne wird der Unterricht viel mehr als Interaktion zwischen Schüler und Lehrer gesehen, wodurch das Wissen erlernt wird.

Kultus und Unterricht

Unter dem Ausdruck Kultus und Unterricht verbergen sich die Vorgaben vom Kultusministeriums vom jeweiligen Bundesland in Bezug auf die schulischen Inhalte. Darüber hinaus gibt es auch ein Amtsblatt vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, welches monatlich freie Funktionsstellen an Schulen im ganzen Land ausschreibt. 

In den anderen Bundesländern gibt es andere online Stellenangebotsseiten, die identisch funktionieren. Neben normalen Lehrerstellen finden sich hier auch Stellen in leitenden Positionen wie der Schulleitung oder anderen schulischen Gremien. Immer mit aufgeführt sind natürlich auch die Bedingungen, die man als Kandidat erfüllen muss.

Unterricht planen - so gelingt die erste Stunde!

Gerade für Referendare oder junge Lehrer ist der Anfang schwer, da man noch nicht auf viel Erfahrung zurückgreifen kann. Um den Unterricht planen zu können und eine erfolgreiche Unterrichtsstunde auf die Beine zu stellen, solltet ihr die folgenden Punkte auf jeden Fall beachten:

  • Klare Strukturierung der Stunde → Wo möchtet ihr am Ende der Stunde ankommen?
  • Gutes Lernklima in der Klasse
  • Schülerinteressen berücksichtigen
  • Unterschiedliche Lernmethoden einsetzen
  • Inhaltliche Klarheit, sodass die Klasse einfach folgen kann
  • Transparenz in Bezug auf die Erwartungen
  • Intelligentes üben und individuelle Förderung von schwächeren Schülern
  • kurze Pausen in Form von Lernspielen und Bewegungsspielen

Am Anfang solltet ihr euch viel Zeit für das Unterricht Vorbereiten nehmen. Nach einiger Zeit werdet ihr für euch die passende Methode zur Vorbereitung finden, bis dahin geht es aber viel um Ausprobieren. Einige wichtige Punkte haben wir euch hier noch einmal aufgeführt.

Mein Unterricht - digitales Unterrichtsmaterial und Vorlagen

Die Website “Mein Unterricht” ist eine Online-Plattform, auf der Lehrpersonen Unterrichtsmaterialien zu jedem Fach und allen erdenklichen Themengebieten finden. Jeden Monat werden neue Materialien von renommierten Fachverlagen wie Pons, Klett, Cornelsen und vielen anderen hochgeladen, die verwendet werden können. 

Die Seite bietet auch die Möglichkeit, den eigenen Unterricht zu planen und zu verwalten. So kann man beispielsweise seine Materialien nach Wochentagen, Fächern oder Themen organisieren. Ihr könnt euch also sicher sein, dass nichts verloren geht.

Das praktische ist, dass ihr immer und überall von eurem Smartphone auf eure Materialien zurückgreifen könnt. Ein Abo kostet hier monatlich für 12 Monate 17,70 €, ihr könnt allerdings zum Ausprobieren auch fünf gratis Downloads wählen.

Unterrichtsmethoden

Gerade im Zeitalter der digitalen Medien sind natürlich die Möglichkeiten um einiges vielfältiger. Ihr solltet unbedingt versuchen, eure Unterrichtsmethoden so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Ein guter Mix aus Bild-, Ton- und Videomaterial ist deshalb eine sehr sinnvolle Idee. 

Weiterführend erfahrt ihr auf der Seite zu den Unterrichtsmethoden alles zu den beliebtesten Techniken und Prinzipien. Es gibt auch Methoden, die mit der gewählten Unterrichtsform zusammenhängt. Wenn ihr beispielsweise eine Projektwoche plant, solltet ihr auf Frontalunterricht verzichten und eher auf interdisziplinäres Lernen setzen. 

Aber auch der klassische, programmierte Unterricht lässt sich auf verschiedene Arten gestalten. Häufig kann man Gruppenarbeiten zur Auflockerung des manchmal doch sehr starren Schulsystems nutzen. Gerne wird auch die Partnerarbeit eingesetzt, um die folgende Diskussion im gesamten Klassenverband erst einmal vorzubereiten.

Unterrichtseinstiege interessant gestalten

Nicht umsonst heißt es, der erste Eindruck zählt! Hier erfahrt ihr alles zum Thema Unterrichtseinstieg und wie ihr diesen am abwechslungsreichsten für die Klasse gestaltet. Im Vordergrund steht natürlich, dass die Schülerinnen und Schüler Lust auf ein Thema bekommen sollen. 

Interaktiv in ein neues Thema zu starten mit einem Bild, einem Zitat oder auch einem kurzen Video ist deshalb immer eine gute Idee. So kann die Klasse ganz unvoreingenommen und ohne sich mit dem Inhalt schon beschäftigt zu haben ihre Erwartungen äußern. 

Natürlich sollte man am Ende den Schülern Feedback geben, ob ihre Erwartungen der Realität entsprechen oder inwiefern das Thema doch anders bearbeitet werden wird.

Unterrichtsspiele

Wie weiter oben schon erwähnt, gehört zu einem erfolgreichen Unterricht auch das Aufbrechen von den gewohnten Strukturen in Form von Pausen oder Spielen. Natürlich kann man beides auch kombinieren und Pausenspiele in den Schulalltag integrieren.

Als Schulspiele eignen sich Spiele, die den Unterrichtsstoff aufgreifen und vertiefen und die Schüler noch einmal einen anderen Zugang zum Gelernten bekommen. Darüber hinaus sind Lernspiele und das Schulquiz eine gute Idee, Methoden für den Unterricht zu festigen.

Finanzierung von Unterrichts­materialien

Wenn ihr euren Schülern Abwechslung bieten wollt und viele verschiedene Materialien nutzen wollt, werdet ihr schon bald merken, dass dies den Geldbeutel belasten wird. Wenn dann noch Aktivitäten außerhalb des Unterrichts wie eine Klassenfahrt oder ein Wandertag anfallen, ist das Budget meist schnell aufgebraucht. 

Um die Klassenkasse wieder ein wenig zu füllen, eignet sich die NEUE MASCHE-Aktion hervorragend! Mit einer neuen und innovativen Methode des Spendensammelns, dem Fundraising könnt ihr im Klassenverband Geld für ein gemeinsames Projekt sammeln und so gleichzeitig den Teamgeist stärken!

Unterricht Englisch

Gerade in den unteren Klassenstufen ist der Unterricht Englisch noch etwas sehr Ungewohntes, da es um eine neue Sprache geht. Deshalb solltet ihr viel Interaktion und Gruppenarbeit in den Schulalltag integrieren, sodass die Schüler langsam mit der neuen Sprache vertraut werden. Am Anfang findet die Englischstunde häufig auf Deutsch statt, später ist es aber sinnvoll, den Unterricht auf Englisch zu halten. 

Eine gute Vorbereitung in Englisch wird sich später in jedem Fall im Englisch Abitur auszeichnen! Gerade in Englisch habt ihr aber auch die Möglichkeit, auf aktuelle Ereignisse einzugehen, auf Filme oder Songs, die eure Schüler interessieren und so die Motivation hoch zu halten.

Deutsch Unterricht

Viele bekommen beim Gedanken an Deutsch Unterricht Panik, weil sie an langweilige, eingestaubte Lektüre denken, die sowieso keiner versteht. Ihr könnt als Lehrer allerdings auch teilweise selbst die Lektüren wählen. Natürlich gibt es einige Werke, an denen niemand in seiner Schulzeit vorbeikommen wird. 

Ihr könnt aber versuchen, sie auf eine moderne Ebene zu vermitteln. Wie wäre es also, Goethes Klassiker Faust einmal in die heutige Sprache umzuschreiben, sodass die Schüler wirklich verstehen, worum es geht und auch erkennen, dass es in diesem Klassiker viele Bezüge zur heutigen Zeit gibt. 

Mittlerweile gibt es auch viele Videos auf Youtube, in denen bekannte deutsche Literatur beispielsweise mit Playmobilfiguren nacherzählt wird. So etwas kann man natürlich auch mit seiner eigenen Klasse umsetzen!

Kunst und Unterricht

Neben Sport in der Schule als Unterrichtsfach ist Kunst das umstrittenste Fach. Kunst und Unterricht in Einklang zu bringen und es selbst für die Schüler interessant zu gestalten, die nicht wirklich mit künstlerischem Talent gesegnet sind, ist schwierig. Als Lehrperson sollte man daher immer die individuelle Entwicklung des Schülers bewerten und weniger das Endergebnis mit den Werken der anderen Schülern vergleichen.

Unterricht Französisch

Französisch gehört zu den Fächern, die man entweder liebt oder hasst und bei denen sich die Schülerschaft in zwei Lager unterteilt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Französisch gerade zu Beginn ein totales Lernfach ist. Anders als Englisch hat das Französische auch keine Präsenz in unserem Alltag, weshalb die Aussprache und die Wörter etwas sehr Fremdes haben. 

Deshalb ist es zu Beginn so wichtig, viel zu üben und sich mit der neuen Sprache vertraut zu machen. Der Unterricht Französisch sollte daher auf viel Interaktion im Klassenverband beruhen. Viele haben gerade in Französisch auch große Angst, Fehler zu machen, weshalb ihr unbedingt darauf verzichten solltet, Schüler unfreiwillig an die Tafel zu holen. Das hat meist nur den Effekt, dass die Schüler eine totale Panik entwickeln und sich nichts mehr trauen zu sagen.

Unterricht Spanisch

Seit den letzten Jahren wird Spanisch als zweite Fremdsprache neben Französisch und Latein immer beliebter. Mittlerweile wird es immer deutlicher, dass man sich eben nicht nur in Spanien mit Spanisch verständigen kann, sondern darüber hinaus in der gesamten lateinamerikanischen Welt kommunizieren kann. 

Viele Schülerinnen und Schüler haben auch das Gefühl, Spanisch sei leichter als Französisch, weshalb sie dann eher den Unterricht Spanisch wählen. Wie es bei den anderen Fremdsprachen auch der Fall ist, sollte man natürlich auch den Spanisch Unterricht sehr abwechslungsreich mit Videos, Liedern und vielleicht auch kulinarischen Besonderheiten aus der spanischen Welt gestalten.

Unterricht Chemie

Viele Schülerinnen und Schüler haben extrem hohe Erwartungen an den Unterricht Chemie, da sie durch Serien wie Breaking Bad mit dem Thema in Kontakt kommen. Einige sind dann auch erstmal enttäuscht, wenn sie merken, dass sie gar nicht so viele Experimente selbst durchführen dürfen wie gedacht. 

Wichtig ist hierbei, alle Versuche, die man machen kann, unbedingt auch durchführen zu lassen. Besonders später im Chemie Abitur sind die Überschneidungen mit anderen Fächern wie Mathe oder Biologie nicht mehr zu leugnen. Zu Beginn sollte man seine Klasse allerdings aber noch nicht zu sehr mit der Theorie schocken. 

Natürlich liegt es auch an der Stimmung im Klassenverband, ob man bestimmte Experimente durchführen kann. Alternativ kann man natürlich auch immer als Lehrperson einen Versuch im Unterricht vorne vorführen. Bei bestimmten Experimenten ist das auch ein Muss, weil die chemischen Substanzen zu gefährlich sind.

Unterrichtszeiten

Die Unterrichtszeiten können je nach Schule variieren. Bei den meisten ist der Schulstart um 8 Uhr morgens, bei einigen allerdings auch schon um 7:45 und vereinzelt sogar schon um 7:30. Früher wurde fast nur in Einzelstunden à 45 Minuten unterrichtet, mittlerweile geht der Trend immer weiter zur Doppelstunde, das heißt eine Unterrichtseinheit à 90 Minuten.

Das hat zum Vorteil, dass man immer eine bestimmte Zeit benötigt, bis man wieder bei dem Thema angekommen ist. Häufig hatten die Schülerinnen und Schüler davor ein komplett anderes Fach, so folgt beispielsweise auf eine Doppelstunde Mathe eine Doppelstunde Französisch, sodass man eine Weile braucht, bis man thematisch umgedacht hat. 

An den meisten Schulen gibt es über den Vormittag verteilt zwei große Pausen und eine Mittagspause, die den Schülern die Chance gibt, kurz zu entspannen und neue Energie für den Unterricht am Nachmittag zu sammeln.

Unterrichtsstörungen

Jeder Lehrer, ob jung oder alt, fürchtet sie: die Unterrichtsstörungen. Egal, in welcher Form sie auftreten, ein Klassenclown, eine generell unruhige Klasse oder chronische Zu-spät-Kommer - jeder Lehrer muss in seiner Laufbahn seinen Weg finden, damit umzugehen. Ziel ist es natürlich immer, dass der normale Unterricht nicht zu sehr beeinflusst wird. 

Daher sollte man der Störung nicht zu viel Raum und Aufmerksamkeit geben. Lässt diese Störung allerdings nicht nach, ist es unbedingt notwendig, dies in einem ruhigerem Rahmen außerhalb des Unterrichts zu thematisieren. Manchmal lässt es sich nicht mit den Schülern alleine klären, sodass man die Störungen im Unterricht im Rahmen eines Elternabends ansprechen sollte.